Türkischer Modeschöpfer in Nordzypern festgenommen

Der berühmte türkische Modedesigner Barbaros Şansal wurde wegen Drogenbesitzes verhaftet. Der homosexuelle Promi, der ein Haus in der Türkischen Republik Nordzypern besitzt, war auf dem Weg von Istanbul nach Lefkoşa, als ihn die Suchtmittelspürhündin Cindy am Flughafen Ercan überführte. Bei Gericht gestand Şansal, sechs Gramm Cannabis bei sich geführt zu haben. Daraufhin erlegte ihm die Richterin Meltem Dündar ein Ausreiseverbot auf. Des Weiteren wurden der Reisepass und weitere Dokumente des Modeschöpfers vorläufig konfisziert. Şansal kam unter Zahlung einer Kaution von 40.000 Lira (13.612 Euro) wieder frei. Wegen der Einfuhr von Drogen drohen ihm theoretisch bis zu 18 Jahren Haft. Da der Modemacher nur eine geringe Menge an Cannabis für den Eigenbedarf bei sich trug, kann er mit einer Geldstrafe oder Haftstrafe von ein bis sechs Monaten rechnen. Medienberichten zufolge wird das Urteil binnen sechs Monaten verkündet. Nach seiner Entlassung erklärte Şansal: „Wie gut, dass ich nicht in der Türkei erwischt wurde. Aus Unwissenheit habe ich einen Fehler begangen, den ich zwar sehr bereue, aber ich bin froh, nicht in der Türkei vor Gericht zu stehen. Die Gesetze und das Rechtssystem der Türkischen Republik Nordzypern sind den der Türkei 50 Jahre voraus. Die TRNZ-Polizei hat mich während der Dauer der Untersuchungshaft sehr gut behandelt.“ [hürriyet, cumhuriyet]

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