Zypern-Verhandlungen werden wiederaufgenommen

Die Verhandlungen zwischen den beiden zyprischen Staaten zur Überwindung der Teilung der Insel werden am kommenden Freitag wieder aufgenommen. Bereits gestern kamen die beiden Staatschefs Akıncı und Anastasiades zu einem Abendessen zusammen. Bundesaußenminister Steinmeier (SPD) begrüßte die Wiederaufnahme. Der UN-Sondergesandte Espen Barth Eide zeigte sich optimistisch, dass die Gespräche positiv verlaufen würden. „Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass es die griechische Seite war, die den Verhandlungstisch im Herbst 2014 verlassen hatte. Die Wahl von Mustafa Akıncı hat dem zyperngriechischen Staatspräsidenten nun eine Chance geboten, ohne Gesichtsverlust wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, betonte TRNC-Repräsentant Uli Piller. Unterdessen wurde bekannt, dass die sozialistisch-nationalistische EDEK-Partei im Süden die bereits ausverhandelten Grundlagen einer Lösung ablehnt. Bereits die so genannten Denktaş-Makarios-Leitlinien aus dem Jahr 1977 sahen vor, die Einigung auf Basis eines bikommunalen und bizonalen Föderativstaats zu erarbeiten. Dies galt bislang als Grundlage aller Verhandlungen. Die EDEK stellt im derzeitigen Parlament Südzyperns fünf von 50 Abgeordneten sowie den Parlamentspräsidenten, zudem ist sie mit einem von sechs Abgeordneten im Europäischen Parlament vertreten. [trnc munich]

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